
Bild: Stadthalle Magdeburg © Brillux

Rückblick
Die Tour führte uns auf die Elbinsel Rotehorn in Magdeburg. Seit sechs Jahren ist sie von intensiver Bautätigkeit geprägt, um die dort versammelten Kleinodien der Baukunst wiederzubeleben. In den 1920er-Jahren hatten der damalige Oberbürgermeister Hermann Beims und sein visionärer Stadtbaurat Bruno Taut Magdeburg zur „Stadt des neuen Bauwillens“ entwickelt. Kultureller Höhepunkt dieses Aufbruchs in die Moderne war die Deutsche Theaterausstellung 1927, die große internationale Beachtung fand und uns die Stadthalle und den Albinmüller-Turm als weithin sichtbare Landmarken hinterließ. Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Theaterausstellung soll die Stadthalle im Jahr 2027 wiedereröffnet werden. Wir erleben den Stand der Arbeiten in einem exklusiven Baustellenbesuch und besteigen den Albinmüller-Turm. Wir besichtigten die seit 2024 wieder geöffnete „Hyparschale“. Ulrich Müthers kühner Schalenbau von 1969 wurde aufwändig saniert und zu einem Tagungs- und Kulturzentrum umgestaltet. Unsere Nachmittagsarchitektur beendeten wir mit einem Blick auf das Landesfunkhaus des MDR.
Rundgänge

(1927, Johannes Göderitz. Umbau und Sanierung: gmp Architekten, Hamburg/Berlin, geplante Fertigstellung: 2027)
In nur viereinhalb Monaten Bauzeit wurde die Stadthalle nach Plänen des Stadtbaurats Johannes Göderitz errichtet und im Mai 1927 zur Deutschen Theaterausstellung als Ikone des Neuen Bauens eröffnet. Nach starken Kriegszerstörungen wurde sie 1957-1966 wiederaufgebaut, jedoch mit Veränderungen, die dem Baukörper viel von seiner expressionistischen Kraft nahmen. Seit 2020 wird die Stadthalle außen in ihre ursprüngliche Gestalt zurückversetzt. Im Inneren sind Instandsetzungen bis in die Fundamente und umfangreiche Umbauten nötig, um den Anforderungen an einen modernen Veranstaltungssaal für über 2000 Gäste gerecht zu werden.
Bild: Stadthalle Magdeburg © Brillux
Die Architektenkammer Niedersachen hat die Veranstaltung mit 3 Fortbildungsstunden anerkannt.
Die Architektenkammer Sachsen-Anhalt hat die Veranstaltung mit 4 Unterrichtseinheiten anerkannt.
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